Hallo ihr Lieben,

heute habe ich ein bisschen an meinem Art Journal gearbeitet und kann ein paar erste Erfahrungen mit euch teilen. Das ist mein erstes Projekt in dieser Richtung. Für die, die noch nie davon gehört haben, hier ein paar Infos:

Ein Art Journal ist ein künstlerisch gestaltetes Tagebuch. Tagebuch sollte man hier nicht zu wörtlich nehmen. Es muss kein klassisches Erlebnistagebuch sein. Vielmehr kann man hier absolut frei arbeiten und verschiedenste Techniken miteinander kombinieren – und so ein richtiges Mixed Media Buch entstehen lassen.

Ein Art Jornal braucht nicht unbedingt ein Leitthema. Ich hab mir trotzdem eines zurechtgelegt und möchte in meinem Journal verschiedene Zitate unterbringen. Dafür habe ich mir ein A4-Skizzenbuch im Querformat geschnappt. Die erste Seite, einfach nur mit meinem Namen, habe ich euch bereits im ersten Beitrag gezeigt. Für die zweite habe ich mir ein Zitat von Albert Einstein ausgesucht:

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

 

Angefangen habe ich mit dem Hintergrund. Ich hab einige rote, orangene und gelbe Flächen mit Acrylfarbe auf eine Seite gebracht und das Buch einmal zugeklappt. Das gab auf der anderen Seite dann schöne streifige Muster. Da bin ich dann einfach nochmal mit etwas wässriger Farbe drüber gegangen, sodass die Muster durchscheinen. Um die Übergänge zwischen den einzelnen Flächen harmonischer zu gestalten, hab ich anschließend mit einem Tuch weiße Acrylfarbe dünn über dem Blatt verteilt.

Weitergemacht hab ich mit den Punkten. Das war meine erste Lektion in Sachen Schablonen. Ohne Strukturpaste lief die Farbe gerne unter die Schablone. Das sind die roten Bereiche. Mit einer groben Strukturpaste wiederum ist das Auftragen trotz Spachtel recht schwer, aber der Effekt ist schon ganz cool. Das nächste mal werde ich wohl zu der Leichtstrukturpaste greifen, die im Schrank schon auf ihren Einsatz wartet.

Für das Zitat hab ich mit einem Pigmentliner einen Kasten mit Wellenlinien gezeichnet. Die Buchstaben müssen einfach an die jeweilige Höhe angepasst werden. Hier ist es sehr hilfreich, wenn man das vorher mal auf einem anderen Papier versucht. Dann weiß man in etwa, wie viel Platz und Zeilen man braucht.

Als letzten Schritt hab ich mit verschiedenen Stempeln und Distress Stempelkissen ein paar Motive hinzugefügt.

 

Ein kleiner Tipp für den Anfang: Ich lasse zwischendrin immer eine Doppelseite frei. So ist es auch kein Problem, wenn die Farbe durch das Papier drückt. Die Seiten kann man dann später einfach zusammenkleben.

 

Gefällt’s euch? Was denkt ihr?

Eure Natalie