Hallo ihr Lieben,

zu den Dingen, die ich beim Art Journaling häufig mache, gehört das Schneiden von Papier. Hier ein gestempeltes Motiv, da ein Bild, oder auch eine Schablone. Und weil ich das eben so oft mache, will ich euch in diesem Beitrag ein paar Tools dafür vorstellen.

Den Anfang macht – wer hätte es gedacht – die klassische Schere. Ich arbeite regelmäßig mit zwei Scheren, einer großen Papierschere und einer kleinen Bastelschere für Details.

In Punkto Qualität gibt es hier meiner Meinung nach gravierende Unterschiede zwischen einer Schere aus dem Fachhandel und einer Standardschere, die man in jedem Laden nachgeworfen bekommt. Ihr solltet darauf achten, dass die Klingen gut zusammen liegen und nicht zu locker verschraubt sind. Ist der Unterschied zu groß werden die Kanten beim Schneiden nicht so sauber und die „Zielgenauigkeit“ lässt zu wünschen übrig.
Als Alternative zur kleinen Schere eignet sich auch eine scharfe Nagelschere gut.

 

Immer wieder schön sind auch Konturen- bzw. Musterscheren. Ich habe mir hier eine kleine Auswahl zugelegt. Zum einen habe ich zwei hochwertigere aus dem Fachhandel. Die schneiden sehr gut und hinterlassen auch bei stabilen Papieren saubere Muster. Der Kostenpunkt liegt bei etwa 7 Euro für eine.
Außerdem hab ich mir vor einiger Zeit ein günstigeres Set für ungefähr 12 Euro gekauft. Im Großen und Ganzen bin ich auch damit zufrieden, im Vergleich zu den teureren Modellen merkt man aber schon Unterschiede. Die Ränder fransen mit denen gerade bei dickerern Papieren (zum Beispiel dem Mix Media von Canson) aus und haben so eine weniger schöne Anmutung. Bei normalen Papieren bis ca. 200 Gramm gibt es allerdings nichts zu meckern.
Hier könnt ihr die Muster sehen, die ich habe. Die beiden auf dem ersten Bild sind die teureren, die beiden anderen Bilder zeigen die Scheren aus dem günstigen Set.

 

Gerne greife ich auch zu einem Bastelmesser oder Skalpell, bei feinen Motiven wie zum Beispiel den Gorjuss-Stempeln ziehe ich das einer Schere immer vor. Lange habe ich hier eins mit einem dünnen Metallgriff gehabt, es dann aber ausgemustert. Der dünne Schaft lag nicht so gut in der Hand und wenn ich mal mehr geschnitten habe, gab es Krämpfe in der Hand. Inzwischen habe ich ein Set von CON:P:

Dafür, dass es nur knapp 11 Euro gekostet hat, war ich positiv überrascht: Die beiden Griffe aus Kunststoff liegen fantastisch in der Hand und lassen auch längeres Arbeiten damit gut von der Hand gehen. Außerdem sind im Set 14 verschiedene Klingen enthalten – von denen ich aber zugegebenermaßen auch nur zwei regelmäßig verwende. Das Set ist bei mir seit knapp anderthalb Monaten im Einsatz und die Klingen schneiden noch wie am ersten Tag. Wer also noch auf der Suche nach einem guten Messer ist, dem kann ich das wärmstens empfehlen.
Vergesst nicht, dass auch eine gute Schneideunterlage wichtig ist. Am besten finde ich „selbstreparierende“ Schneidematten aus Gummi. Da verschwinden zumindest die kleinen Schnitte von selbst und die großen stören bei folgenden Projekten auch nicht.

 

Als letztes darf natürlich auch ein Papierschneider nicht fehlen. Gerade für gerade Linien ist er klasse. Hier gibt es eine breite Auswahl – vom großformatigen mit einem richtigen Messer bis hin zur kleinen Variante wie ich sie habe.

Über das Rädchen kann man verschiedene Schnittmuster wählen und dann das entsprechende Teil einfach über das Papier ziehen. Es gibt neben normalen und gemusterten Schnitten auch noch die Möglichkeit Perforationen zu machen oder zu falzen.
Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Es ist leicht und handlich und scheidet Papiere bis zu A4 im Hochformat. Bei dickeren Papieren muss man etwas Druck ausüben, sonst ist der Schnitt nicht ganz durchgängig. Aber auch hier schneidet es sehr sauber.

Ich hoffe, der Beitrag gibt euch einen kleinen Überblick über die vielen Möglichkeiten, Papier in Form zu bringen.

Bis bald,
Eure Natalie