Hallo ihr Lieben,

heute gibt es den ersten Teil aus der Reihe “Aus der Bastelecke”, in der ich euch immer wieder einige meiner Mal- und Bastelutensilien vorstellen will. Los geht es mit dem Stencil Burner.

Hier habe ich euch ja bereits gezeigt, wie ihr Schablonen selbst machen könnt. Vom Stencil Burner habe ich mir erhofft, auch feinere Formen einfacher schneiden zu können. Ob er mich überzeugt hat? Lest selbst…

Ein paar Fakten vorneweg: Mein Modell verbraucht 18 Watt und wird ca. 390°C heiß. Anschaffungspreis liegt bei gut 40 Euro, es gibt aber auch günstigere Modelle. Die Spitze ist austauschbar, Ersatz schlägt aber mit ca. 20 Euro zu Buche. Wenn ich die Spitze wechseln muss, werde ich hier ergänzen, wie lange sie mir gehalten hat. So sieht der Stencil Burner aus:
Stencil Burner

Zum Herstellen von Schablonen benötigt ihr etwas dickere Folien. Ich verwende welche von Mylar.

Vorbereitung
Bevor man den Stencil Burner einsteckt, sollte man sich kurz damit vertraut machen um ein Gefühl zu bekommen, wie er in der Hand liegt und wie man ihn am besten hält. Zum Aufheizen braucht er ca. 5 Minuten.
Wichtig ist außerdem eine passende Unterlage: Nichts, das euch wegschmilzt und möglichst glatt. Ich verwende einen glatten Karton. Meinen ersten Versuch habe ich mit einem Verpackungskarton gemacht (so einer mit Wellpappe innen), da bin ich aber immer mit der Spitze eingesunken und hängengeblieben. Im Internet habe ich von vielen gelesen, die mit Glasplatten arbeiten.

Schablonen schneiden – so geht’s
Hat man seinen Arbeitsplatz vorbereitet, kann es losgehen. Das Motiv auf die Folie zeichnen, übertragen oder drucken (Mylar-Folien sind bedruckbar). Denkt daran, Brücken stehen zu lassen, die eure Schablone zusammenhalten. Mit dem Stencil Burner werden nun die Konturen ausgeschnitten. Hierbei wird nicht viel Druck benötigt. Man sollte nicht zu langsam arbeiten, sonst schmilzt euch die Folie rundherum weg.
Beim Schneiden werden die Kanten etwas fransig (bitte entschuldigt das schlechte Bild dazu). Diese Kunststoffreste müssen mit einem Bastelmesser entfernt werden. Danach ist die Schablone fertig.

Tipps
Nicht aufgeben! Das Arbeiten mit dem Stencil Burner erfordert etwas Übung. Meine erste Schablone war eine kleine Katastrophe, mit der zweiten war ich schon zufriedener. Fangt mit einfachen Motiven an und steigert euch langsam.

Fazit
Am Anfang schien mir der Stencil Burner nicht unbedingt eine Bereicherung zu sein, weil ich sooo viel nacharbeiten musste. Beim zweiten Versuch sah es schon viel besser aus und ich bin ganz froh, dass ich den Stencil Burner habe.
Der Preis relativiert sich meiner Meinung nach mittelfristig, wenn man überlegt, was Schablonen oft kosten. Außerdem bleibt man so flexibel bei der Motivwahl.

 

So, und hier noch das Ergebnis der ersten Anwendung der Schablone:

Beim Hintergrund habe ich meine Farbsprays und Acrylfarbe verwendet. Um das Kleid etwas hervorzuheben und ihm einen Hauch Regenmantel zu geben, habe ich mit Glossy Accents von Ranger gearbeitet.

Ich hoffe, der Beitrag gefällt euch!

Bis bald,
Eure Natalie