Hallo ihr Lieben,

heute gibt es einen weiteren Teil der Reihe “aus der Bastelecke” für euch. Das führt mich zurück an meinen Anfang mit Mixed Media und zu einem der ersten Produkte, mit denen ich gearbeitet habe. Diesmal stelle ich euch die Distress Ink Pads von Ranger und ein paar Verwendungsmöglichkeiten dafür vor.

Ein paar Infos vorneweg.
Distress Ink Pads gibt es in einer breiten Farbpalette, natürlich passend zu den anderen Ranger Produkten, wie zum Beispiel den Dylusion Farbsprays. Es gibt sie in groß und in der Minivariante – ich hab eine Auswahl von letzteren. Sie sind etwas günstiger und in Vierersets erhältlich. Als wichtigste Eigenschaft würde ich die Wasserlöslichkeit nennen.

Für die Beispiele habe ich mit Mix Media Papier von Canson verwendet.


Stempeln mit Distress Ink Pads

Daran, wie sich die Distress Ink Pads beim Stempeln verhalten, muss man sich erstmal gewöhnen. Die Farbe perlt nämlich auf den Stempeln.
Der Feder-Stempel auf dem ersten Bild hat recht große Flächen, da merkt man das am meisten. Auf dem nächsten Bild unten rechts seht ihr, wie er gestempelt aussieht. Durch die Perlen wird das ganze Motiv etwas punktig.
Bei feineren Motiven wie der oberen Feder fällt das etwas weniger ins Gewicht. Auch die Buchstaben ließen sich gut stempeln und haben einen leichten “Used Look” erhalten.
Eine ganz besondere Wirkung wie bei der linken Feder erhaltet ihr, wenn ihr den Stempel zwischen Farbauftrag und Stempeln noch mit Wasser besprüht. Euer gestempeltes Motiv sieht dann aus wie mit Wasserfarbe gemalt.


Distress Ink Pads blenden

Eine weitere tolle Anwendungsmöglichkeit – mit der ich übrigens weitaus öfter arbeite als mit den Ink Pads zu stempeln – ist das Verblenden.

Ihr könnt dazu zum Beispiel das Blending Tool von Ranger verwenden – einen kleinen Applikator aus Holz. Mit einem Klettverschluss kann man daran Schaumstoffpads befestigen. Es gibt ihn in rund und rechteckig. Ich habe den runden und einige Wechselpads. Um ungewollte Farbschmierereien zu vermeiden, verwende ich für jede Farbe ein anderes Pad. Die Pads lassen sich natürlich wiederverwenden. Zum Aufbewahren benutze ich einfach einen kleinen Beutel.
Als gute Alternative für das Blending Tool kann ich Kosmetikschwämmchen empfehlen.

Mit dem Blending Tool kann man wundervoll ganze Flächen färben, zum Beispiel für Hintergründe oder Tags. Dazu muss man es einfach nur mit den Distress Ink Pads färben und dann in kreisenden Bewegungen über die Fläche reiben. Wenn man mit einer dunkleren Farbe nur über die Ränder geht, sehen sie etwas gealtert aus. Am liebsten mache ich das mit der Farbe “Vintage Photo” – das erzielt den größten Alterungseffekt.

Wer möchte, kann die fertigen Papiere noch mit Wasser besprühen, mit einem Tuch abtupfen und trocknen. Wie das aussieht, seht ihr im letzten Bild.


Aber wasserlöslich…

Wenn man ganze Hintergründe mit den Distress Ink Pads gestalten will, hat wasserlösliche Farbe immer einen fahlen Beigeschmack. Ich hab vor kurzem endlich eine Lösung dafür gefunden: Micro Glaze.

Das ist ebenfalls von Ranger und in kleinen Döschen erhältlich. Letzteres macht aber nichts, denn die kleine Menge ist sehr ergiebig.
Micro Glaze fühlt sich in etwa an wie Haarwachs. Die Anwendung ist einfach: etwas davon auf den Finger geben und auf der Fläche verteilen, die versiegelt werden soll. Schon könnt ihr weiterarbeiten, als hättet ihr einen wasserfesten Untergrund.

Zum Schluss gibt es noch eine Seite aus meinem Art Journal. Ich wollte unbedingt nochmal was für die “Mix it monthly” Challenge von Piarom machen. Dafür habe ich mit den Distress Ink Pads die Hintergründe für die Federn gefärbt und dann darauf gestempelt und sie ausgeschnitten.

Ich hoffe, der Beitrag gefällt und inspiriert euch! 🙂

Bis bald,
Eure Natalie